17.03.2015 - Generation WARUM und Ihre Probleme?

Gast-BLOG-Artikel von Bendikt Benninghaus Mensch, Theologe, Verkäufer bei Bröer & Partner

Baby-Boomer, Generation X, Generation Y und ganz aktuell: Generation Z. Was die Soziologen mit vielen Statistiken und Analysen in verschiedene Schemata zu pressen versuchen, stellt sich in der Realität anders da. Das von Experten positiv gewertete kritische Hinterfragen von Sachverhalten ist nichts anderes als: der Job ist uncool. Den will ich nicht, den nehme ich nicht - Nein meine Suppe esse ich nicht. Auch das zeichnet die GenYler aus. Eine gewisse Bockigkeit.

Aber woher kommen solche Mikro-Entscheidungen. Diese Oberflächlichkeit und das wenig mutig ein?

Aus der Bildzeitung! Im Internet auch gerne mal Kununu genannt. Was dort steht scheint Gesetz. Wenn hier entlassene Mitarbeitet unter dem Deckmantel der Anonymität den ehemaligen Arbeitgeber mit Dreck bewerfen, ist das für die kritische Generation der digital Natives eine biblische Offenbarung. Und alle GLAUBEN was dort steht. Vor ein paar Jahren noch - unglaublich - heute vertrauen nahezu 80% aller Internet User / digital natives was ein anderer FREMDER im Netz behauptet. Ein Tummelplatz für Agenturen die Bewertungen faken und verkaufen. Aber immerhin - Unternehmen X bekommt nicht die Chance Bewerber Y zu sehen. Weil Y glaubt was Z geschrieben hat. Schon bizzar - aber leider wahr.

Glück und Zufriedenheit im beruflichen Umfeld findet der Mensch aus den 90ern wenn es flache Hierarchien, wenig Reglementierung und ein tolles Team gibt. Das Produkt soll dem Hipstar-Look entsprechen. Dann ist ein Job cool.

Das bedeutet aber nichts anderes als das, was in den Köpfen dieser Generation vorgeht: mach was dir gefällt. Passt das eine Projekt nicht zu dir, machst du eben etwas anderes.

Kein Vorwurf - Sondern ein Fakt.

Denn das Problem liegt darin, dass sich alles diesem Denken anpasst.

Die Philosophie ist mit Paul Feyerabend eben dort angekommen. Er sagt: anything goes - do what you want. Alles ist erlaubt!

 
Dass sich dieses Denken, diese Arbeitsweise und Einstellung natürlicherweise mit dem Vertrieb nicht verträgt, liegt auf der Hand. Eine strukturierte Arbeitsweise ist unerlässlich.

Was bedeuten Kleinigkeiten im Vertrieb? - Alles!
Sobald es brenzlig wird, zieht man den Schwanz ein. Wird der Druck erhöht, benimmt sich der Y-ionist wie ein Kleinkind. Und gerade da liegt ein weiteres Problem.

Generation der verloren Pubertät.

Die Generation Y ist die Generation der verloren Pubertät. Es ist cool keine Regeln zu haben, machen zu dürfen was man will. Das Aufbegehren gegen Eltern, Erzieher oder Respektspersonen existiert in dieser Generation nicht mehr so, wie es heutige Personalverantwortliche und andere Entscheider es selbst gemacht haben. Da treffen zwei gegensätzliche Denkrichtungen aufeinander. VHS Kassette trifft Iphone. Ein ungleicher Kampf.

Wie soll man dieser Generation entgegentreten?

Struktur und Wiederholbarkeit sind die Stichwörter. Wenn der Arbeitgeber Zahlen verlangt und der Mensch aus der Generation Y sich in Entschuldigungen, "Ja, aber.."-Antworten oder gar pubetäres Verhalten flüchtet, ist er nicht reif. Beim Kampf um die Talente darf man vieles in Kauf nehmen aber eben nicht alles. Ist der junge Mitarbeiter (ob im Vertrieb oder nicht) nicht bereit klare Strukturen zu akzeptieren muss man ihn ziehen lassen. Eine verloren Pubertät kann nicht am Arbeitsplatz nachgeholt werden.

Vorbeugende Maßnahmen sind klare Strukturen zu schaffen. Andere Strukturen. Weg mit den 80er Jahren und erschaffen Sie NEUES. Der Vorteil iegt auf der Hand auch Sie als Arbeitgeber können aus dem Pool des GenYler Habitus schöpfen und Freestyle an den Tag legen. So nähern sich beide Seiten an.

Wenn ich dem neuen Mitarbeiter von Anfang an die Spielregeln erkläre, die Anweisungen deutlich mache und sie wiederholbar sind, kann sich jeder Mensch in ein System einfügen, der nur halb bei Verstand ist. So nimmt ja auch kein Fußballspieler den Ball dauernd in die Hand, weil er es eben verstanden hat.

Es gilt aktiv Fragen zu stellen, nämlich: Kommen Sie damit zurecht, wie wirken diese Tatsachen auf Sie, was haben Sie für eine Idee? etc. Denn natürlich will der GenerationYlianer sprechen und diskutieren. Das hat er seine gesamte Schul- und Studienzeit so gelernt.

Die Bindung an den Arbeitgeber erfolgt durch das Gespräch. Durch das ausbalancierte Werteverständnis und die Klarheit über Spielregeln, Ziele und auch deren Einhaltung. Da spielt es keine Rolle wie und wo wir arbeiten. Location free, skypen, freie flexible Work Stations nutzen. Wenn beide Seiten fair und offen spielen, bleiben und diszipliniert an einem Strang ziehen. Dann ist alles möglich. Und wir sind alle gerade am Anfang.

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